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Honduras Opal

Das Projekt »Honduras Opal« ist ein Bergbauprojekt in der Region Lempira/Honduras, das der Schaffung von Arbeitsplätzen im Opalabbau und der Opalverarbeitung sowie der Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen dient. Das Projekt »Honduras Opal« umfaßte ursprünglich vier Kooperativen (Erandique Centro, Gualguire, San Andres und San Antonio Montaña). Diese wurden gegründet, nachdem der honduranische Kongreß 2008 das »Gesetz zum Schutz der Opalschürferrechte Lempiras« (Verfassungsnachtrag 119-2008) verabschiedet hatte. Zur Umsetzung des Gesetzes, das die Rechte für den Opalabbau der ortsansässigen Bevölkerung vorbehält, bat die honduranische Bergbaubehörde (DEFOMIN) im Herbst 2008 die damalige Initiative »Fair Trade Minerals – Fair Trade Gems«, aus der im Mai 2009 der Fair Trade Minerals & Gems e.V. hervorging, um Unterstützung. Vertreter der Initiative waren daraufhin im Dezember 2008 bei der Gründung der Kooperativen anwesend.

Seit damals unterstützt die Initiative »Fair Trade Minerals – Fair Trade Gems« das Projekt »Honduras Opal« durch einen Entwicklungshelfer vor Ort (Antonio Portillo vom Centro de Negocios Hondureño Alemán), der alle bisherigen Maßnahmen initiiert und in Zusammenarbeit mit weiteren Kooperationspartnern durchgeführt hat.

Kooperationspartner des Projekts sind:

Die Opalkooperativen: Die vier Kooperativen in Erandique Centro, Gualguire, San Andres und San Antonio Montaña wurden im Dezember 2008 mit Unterstützung der Bergbaubehörde (DEFOMIN) und der Initiative »Fair Trade Minerals – Fair Trade Gems« als Zusammenschluß der Opalschürfer in den jeweiligen Gemeinden gegründet. Ihnen steht gemäß Verfassungsnachtrag 119-2008 das alleinige Recht zur Nutzung der Opalvorkommen in Lempira/Honduras zu.

Bergbaubehörde (DEFOMIN): Die DEFOMIN ließ geologische Untersuchungen durchführen, die Gesetzesvorlage für den Nationalkongreß erarbeiten, veranlaßte die Gründung der Kooperativen und ermöglichte ihnen durch juristischen Beistand die Eintragung und Anerkennung als gemeinnützige Kleinunternehmen. Sie begleitet das Projekt seither durch juristische und logistische Unterstützung.

Centro de Negocios Hondureño Alemán (Antonio Portillo): Gemeinsam mit dem deutschen Geologen Michael Vogt war das Centro de Negocios Hondureño Alemán seit 2002 maßgeblich an der Vorbereitung und Planung des Opalprojekts beteiligt. Von 2008 bis 2010 war Antonio Portillo zudem als Repräsentant der Initiative »Fair Trade Minerals – Fair Trade Gems« bzw. des Fair Trade Minerals & Gems e.V. in Honduras tätig, 2011 wurde er von den Opalkooperativen zum Repräsentanten bestellt.

Firma Geo-Expert (Dipl.-Geologe Michael Vogt): Michael Vogt ist Initiator des Opalprojekts und seit 2002 gemeinsam mit Antonio Portillo vom Centro de Negocios Hondureño Alemán maßgeblich an der Vorbereitung und Planung des Opalprojekts beteiligt. Die Firma Geo-Expert trug mit geologischem Know-How sowie mit Schulungen zum Abbau und der Verarbeitung der Opale zur Entwicklung des Opalprojekts bei. 2011 wurde Michael Vogt daher von den Opalkooperativen ebenfalls zum Repräsentanten bestellt.

Der honduranische Nationalkongreß: Der Nationalkongreß schuf durch den im August 2008 verabschiedeten Verfassungsnachtrag 119-2008 die rechtlichen Voraussetzungen für das Opalprojekt und rüstete die Kooperativen darüber hinaus im Jahr 2012 mit modernen Maschinen zur Opalverarbeitung aus.

Gemeinde Erandique: Die Gemeinde Erandique ist das Zentrum der Opalregion. Bürgermeister und Gemeindeverwaltung unterstützten das Projekt von Beginn an durch logistische Unterstützung, Räumlichkeiten für Versammlungen und Schulungszwecke sowie durch ein Gebäude, die »Casa de Opalos«, mit Ausstellungs- und Verkaufsräumen, das den Kooperativen ab 2010 zur Verfügung gestellt wurde. Hier soll auch die Werkstatt mit den vom Nationalkongreß angeschafften Maschinen entstehen.

Fair Trade Minerals & Gems e.V.: Die dem FTMG vorangegangene Initiative »Fair Trade Minerals – Fair Trade Gems« war 2008 an der Gründung der Opalkooperativen beteiligt. Seit der Vereinsgründung 2009 unterstützt der Fair Trade Minerals & Gems e.V. das Opalprojekt durch finanzielle Zuwendungen, Schulungen, Materialspenden, aktive Entwicklungszusammenarbeit, Veröffentlichungen und Filmdokumentationen sowie durch die Vermittlung internationaler Kontakte. Der Verein finanzierte mit Zuwendungen der VitaJuwel GmbH die Tätigkeit des Centro de Negocios Hondureño Alemán und trug damit maßgeblich zur Entwicklung des Projekts bei.

Marco Schreier Mineralienhandlung GmbH: Die Marco Schreier Mineralienhandlung ist einer der wichtigsten Handelspartner der Opalkooperativen und zugleich ein wichtiger Sponsor des Fair Trade Minerals & Gems e.V. Ohne die Fundraising-Erträge und Spenden der Marco Schreier Mineralienhandlung wären viele Schulungen sowie der Aufbau der Werkstatt mit ökologischer Stromversorgung in San Antonio Montaña nicht möglich gewesen. Einen wichtigen Beitrag leistet die Marco Schreier Mineralienhandlung außerdem zum internationalen Bekanntmachen der Honduras Opale und damit zum Marketing des Projekts.

Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ): Die GIZ, ein Zusammenschluß der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) und des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED), veranstaltet seit 2009 Schulungen für die Opalkooperativen und hat aktuell die technische Umsetzung der ökologischen Stromversorgung und der Werkstatt in San Antonio Montaña inne. Sie finanziert außerdem Schleifmaschinen und Werkstätten für die Kooperativen in Erandique Centro, Gualguire und San Andres.

Deutsche Botschaft in Honduras: Als jüngster Projektpartner finanzierte die deutsche Botschaft in Honduras im Oktober 2013 die von der GIZ durchgeführte Installation der Wasserturbine zur ökologischen Stromversorgung der Werkstatt in San Antonio Montaña. Damit wurde die finanzielle Beteiligung der deutschen Botschaft realisiert, welche der Initiative »Fair Trade Minerals – Fair Trade Gems« bereits  2008 in Aussicht gestellt worden war.

Scheck-Übergabe der deutschen Botschaft an die Kooperative in San Antonio Montana. Auf dem Foto von rechts nach links: Dr. Johannes Trommer (Deutscher Botschafter), Hilario Perdomo (Präsident der Kooperative), Jorge Adalberto Machado (Schatzmeister der Kooperative)